Folgende Beschwerden können durch die
Anpassung
beseitigt oder verbessert werden!
KREUZ
Kreuz-Probleme kommen oft vor weil der Sattel-Lenker Abstand zu kurz
ist und/oder die Lenker-Sattel Höhe nicht zusammen passt. Normalerweise gehört
der Sattel waagrecht montiert: Regelmäßig sollte man diese waagrechte
Sattelposition bzw. den Punkt, wo die Sitzknochen in Kontakt mit dem Sattel
kommen, überprüfen. Oft wird der Sattel vom Fahrer ruiniert,
weil er nicht gerade sitzt. Nach einem Sturz sollte man auf jeden Fall
den Sattel
austauschen.
KNIE UND OBERSCHENKELN
Eine falsch eingestellte Sattel-Höhe könnte das Knie verletzen. Wird
der Sattel zu hoch eingestellt, wird die Kniescheibe durch die Wucht der Bewegung
seitlich bewegt. Während der Streckbewegung wird die Kniescheibe seitlich
geschoben und das führt zu einem Schmerz in der Außenseite der
Kniescheibe. Wird der Sattel zu niedrig eingestellt, kann die untergestreckte
Position der
Beine eine Zerrung der Kniescheibe und des Oberschenkels provozieren. Wird
der Sattel zu weit vorne montiert (steiler Sitzrohrwinkel) wird dadurch
der Winkel des Kniegelenks zu klein und das hat die gleichen Auswirkungen
wie bei
einem zu niedrig eingestellten Sattel.
Die Fußposition am Pedal sollte so sein, dass die imaginäre
Belastungslinie vom Oberschenkel zum Unterschenkel genau durch die Kniemitte
geht.
NACKEN UND SCHULTERN
Nacken und Schulter-Probleme kommen
oft vor weil der Sattel-Lenker Abstand zu kurz ist, und/ oder der Höhenunterschied
zwischen Sattel und Lenker zu groß ist. Der Radfahrer braucht extrem
viel Kraft um nach vorne sehen zu können. Ist der Sattel-Lenker
Abstand zu weit und deswegen die Sitzposition zu gestreckt, könnte
der Druck auf die Nackenstreckmuskeln Nacken- oder Schulterschmerzen
provozieren. Nackenschmerzen kann man vermeiden,
indem man die Handposition am Lenker öfter wechselt. Ein Rennlenker
ist bequemer über längere Strecken, weil mehrere Handpositionen
möglich sind. Herabhängende Schultern durch einen zu breiten
Lenker erzeugen lästige Schmerzen und deshalb sollte die Breite
des Lenkers der Schulterbreite entsprechen.
SITZ-PROBLEME
Am Sattel liegt der größte
Teil des Gewichtes vom Radfahrer. Hauptsächlich
kommen die Schmerzen von der Kondition der Radfahrer und von der Bekleidung.
An einen Rennsattel muss man sich erst gewöhnen und auf langen Strecken
ist eine Radhose Pflicht. Den richtigen Sattel kann man nur durch Ausprobieren
finden. Ein Sattel, der nicht waagrecht montiert ist, kann Sitz- und Kreuzschmerzen
verursachen. Ist der Sattel zu hoch montiert, beginnt das Becken zu wackeln
und das kann Hautreizungen verursachen. Durch eine zu gerade Sitzposition
wird der Druck auf den Sattel erhöht. Indem man die Sitzposition verlängert,
können die Arme und Beine das Gewicht vom Körper übernehmen.
HAND UND HANDGELENK
Falsche
Lenkereinstellung verursacht Probleme: Handgelenk und Hand sollten
geradlinig sein. Falls Sattel und Lenker zu weit auseinander sind trägt
die Lenkstange zu viel Körpergewicht und die Ellbogen sind auch zu gestreckt,
so dass der Radfahrer nicht auf die Straße reagieren kann. Ein Winkel
von circa 120 Grad, vom Unterarm bis zu dem Oberarm, gibt genug Federung
zum Oberkörper und genug Komfort für den Radfahrer. |